Sekundenkrimi im Großen Preis von Ranshofen

Beim zweiten Turnierwochenende der Frühjahrs-Serie in Ranshofen stand alles im Zeichen des Spring-Reitsports. An den drei Turniertagen wurden 37 Bewerbe ausgetragen. Rund 43 Reiter-Pferd-Paare traten am Sonntag im Großen Preis von Ranshofen (140 cm) gegeneinander an. Den Sieg sicherte sich nach einem packenden Stechen Bernd Herbert (GER) mit Chinchillo.


Nach dem vielseitigen Saisonauftakt mit Dressur- und Springbewerben am vergangenen Wochenende zeigte sich das Ranshofen Masters von 03. bis 05. April als erstes Highlight für Springsportfans. Das zweite von insgesamt drei Turnierwochenenden lockte zahlreiche nationale und internationale Teilnehmer*innen nach Braunau und unterstrich einmal mehr die Bedeutung der Serie als sportlicher Gradmesser zu Saisonbeginn. „Wir sehen hier Jahr für Jahr, wie sich Pferde und Reiter optimal in die Saison hineinentwickeln. Das Niveau war auch an diesem Wochenende wieder beeindruckend“, resümiert Veranstalterin Lisa Hofinger.

Hochspannung im Großen Preis von Ranshofen

Der sportliche Höhepunkt folgte am Sonntagnachmittag mit dem Großen Preis von Ranshofen über 140 cm. 43 Starterpaare stellten sich dem anspruchsvollen Parcours, sechs von ihnen blieben im Umlauf fehlerfrei und qualifizierten sich für das entscheidende Stechen. Fünf Reiter*in-Pferd-Paare traten schließlich gegeneinander an, nachdem ein Teilnehmer auf den Start verzichtete. Im Stechen entwickelte sich ein hochklassiges Duell um Sekundenbruchteile: Während Frank Wieland zunächst mit zwei Pferden solide Nullrunden vorlegte, setzte sich Bernd Herbert mit Chinchillo als letzter Starter an die Spitze. Mit einer mutigen, zugleich kontrollierten Runde und der schnellsten Zeit von 37,11 Sekunden sicherte er sich den Sieg. Die Plätze zwei und drei gingen an Frank Wieland mit For Cassius sowie Tabea Markgraf mit Camilla Cabello, die ebenfalls fehlerfrei blieben, jedoch nicht ganz an die Bestzeit herankamen.

Starke Leistungen bereits am Samstag
Bereits am Samstag zeichnete sich das hohe sportliche Niveau ab. In der schweren Klasse überzeugten sowohl Nachwuchspferde als auch etablierte Paare. Besonders auffällig präsentierte sich erneut das Duo Herbert mit Chinchillo, das bereits hier mit einer fehlerfreien und schnellen Runde den Sieg in der offenen Abteilung holte – ein klarer Fingerzeig für den späteren Triumph im Großen Preis.
Auch die Abteilung für sieben- und achtjährige Pferde zeigten vielversprechende Talente, die künftig im internationalen Springsport eine Rolle spielen könnten. Hier zeigte allen voran Franz Josef Steiner mit dem siebenjährigen Baolo groß auf.

RC Hofinger: Solide Auftritte auf heimischem Boden
Auch die ReiterInnen des veranstaltenden RC Hofinger nutzten das Heimturnier für solide sportliche Auftritte. Etwa Veranstalterin Lisa Hofinger mit Grizzy S, die an allen drei Tagen fehlerfreie Runden über 80 und 95 cm absolvierte und drei erste Plätze nach Hause holte.

Weitere Nullrunden lieferten unter anderem Regina Jilge mit Tuktiri über 80 cm, Alina Heike Weinberger mit Larissa Li über 60 cm sowie Boris Moosbrugger mit Navarro de Landry Z, der am Samstag eine weitere Platzierung holte. Insgesamt präsentierte sich das Team also sehr konstant und fehlerarm.

Frühjahrs-Serie geht ins Finale
Mit dem ersten Ranshofen Masters ist das zweite Kapitel der Frühjahrs-Serie abgeschlossen. Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, dass sich Ranshofen als Treffpunkt für ambitionierten Springsport etabliert hat – mit spannenden Bewerben, starken Starterfeldern und besten Bedingungen für Pferd und Reiter. Das dritte und abschließende Turnierwochenende verspricht nächstes Wochenende einen weiteren sportlichen Höhepunkt – und die nächste Gelegenheit, Form und Können unter Beweis zu stellen.

Foto: Brunnmayr Fotografie & Design, Benedikt Brunnmayr