Hofbauer behält im Stechen die Nerven
35 ReiterIn-Pferd-Paare stellten sich am Sonntag der Herausforderung im 17. HOFMAG Grand Prix über 150 cm. Acht davon meisterten den Grundumlauf fehlerfrei und qualifizierten sich für das Stechen. Dort ging es nicht nur darum, alle Hindernisse erneut ohne Abwurf zu überwinden, sondern auch darum, die richtige Balance zwischen Tempo und Risiko zu finden. Bernd Hofbauer und Jupiter gelang diese Kombination am besten. Mit einer fehlerfreien Runde in 37,09 Sekunden setzte das Duo die Bestmarke und sicherte sich den Sieg im Höhepunkt des Wochenendes. Andreas Brenner und Cardhu kamen ebenfalls ohne Fehler ins Ziel und belegten mit 38,96 Sekunden Rang zwei. Der neuseeländische Reiter Richard Gardner kämpfte mit Calisto bis zur letzten Linie um den Sieg und wurde mit einer Zeit von 40,49 Sekunden Dritter.
Für Brenner und seinen neunjährigen Schimmel Cardhu, ein österreichisches Warmblut von Casallco, war der zweite Platz ein weiterer Höhepunkt eines starken Wochenendes. Bereits am Freitag hatte das Paar die 140-cm-Prüfung auf Rang zwei beendet. Zudem führte es vor dem abschließenden Grand Prix das Rimondo Ranshofen Ranking über 140 cm an – ein Beleg für die Konstanz, die in der über die Saison geführten Wertung gefragt ist.
Auch Titelverteidiger Helmut Schönstetter (GER) hätte im Finale beinahe erneut ganz oben gestanden. Mit Coromont legte er im Stechen die schnellste Zeit vor: 36,70 Sekunden. Ein Abwurf in der zweifachen Kombination machte die Siegeschancen jedoch zunichte, sodass er mit vier Fehlerpunkten auf Rang acht zurückfiel.
Die Geschichte dahinter ist bemerkenswert: Schönstetter hatte bereits am ersten Wochenende der Herbstserie den Großen Preis von Ranshofen gewonnen. Den HOFMAG Grand Prix konnte er bereits siebenmal für sich entscheiden. Mit Zweitpferd Quanaro Blue PS blieb er im Stechen fehlerfrei und belegte in 40,73 Sekunden Rang vier.
Auch Magdalena Fischer, amtierende österreichische Staatsmeisterin im Springreiten, zeigte mit Sassou eine fehlerfreie Stechrunde. Die schnelle Galoppade des neunjährigen Westfalen von Stolzenberg brachte ihr in 42,55 Sekunden den fünften Platz.