Internationales Dressurturnier macht Stadl-Paura zum Hotspot am Osterwochenende
Das Osterwochenende von 03.-05. April 2026 stand im österreichischen Pferdezentrum ganz im Zeichen des Dressursports. Mit dem internationalen und nationalen Dressurturnier reisten 200 Reiter/innen aus 15 Nationen und rund 300 Pferde nach Stadl-Paura. Mit beeindruckenden Ritten, ausgelassener Stimmung und typisch wechselhaftem Aprilwetter ging ein gelungenes Wochenende zu Ende.
Lisa Müller (GER) dominiert die 4-Sterne-Tour
In der Fußballwelt ist ihr Mann, Thomas Müller, eine Ikone – im Dressursport sorgt sie selbst für Schlagzeilen: Lisa Müller überzeugte im CDI4* mit zwei starken Siegen und bewies ihr hohes Niveau in dieser Klasse. Bereits im Einlaufbewerb zeigte sie eine ansprechende Leistung, verpasste jedoch knapp die 70-Prozent-Marke. Im Finale steigerte sie sich und wurde vom internationalen Richterkollegium mit 70,192 % belohnt. Unter ihrem Sattel präsentierte sie den zehnjährigen Hannoveranerwallach Gut Wettlkam’s Dantiamo, einen Sohn des Dante Weltino OLD.
In dieser Prüfung vergaben fünf Richter insgesamt 111 Einzelnoten – die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Reiterinnen exakt dasselbe Endergebnis erzielen, ist dabei sehr gering. Bei der Österreicherin Timna Valenta-Zach und Diana Porsche (HUN) wollte es der Zufall so: Mit 69,404 % reihten sich die beiden Amazonen in die Ergebnisliste ein. Da die Note des Chefrichters bei C entscheidend ist, durfte sich Timna Valenta-Zach mit ihrem langjährigen Partner Farant freuen. Gabriela Valeriánová vergab 70,745 % – somit Rang zwei für Österreich. Dahoud 3 und seine Reiterin Diana Porsche, die international für Ungarn an den Start geht, rückten somit auf Bronze. Rang vier und fünf standen ebenfalls unter rot-weiß-roter Flagge: Ulrike Prunthaler und Fleur TSF erreichten 69,383 %, die aufstrebende Dressuramazone Felicitas Simoncic mit Four Legends exakt 68 %.
Olympisches Flair im CDI3*
Olympiateilnehmerin Helen Langehanenberg (GER) war zum ersten Mal in Stadl-Paura am Start und ging mit zwei Pferden im CDI3* an den Start. Mit der 12-jährigen Stute Straight Horse Ascenzione dominierte sie an beiden Tagen und sicherte sich jeweils den Sieg. Für ihre Vorstellung im Finalbewerb erhielt das elegante Paar vom Richterkollegium 71,681 %. Die talentierte Nachwuchsreiterin Tallulah Lynn Nater glänzte mit Flynn FRH auf dem Podest und beeindruckte mit zwei zweiten Plätzen. Gemeinsam mit ihrem routinierten Partner, dem elfjährigen Hannoveranerhengst, stellte die Schweizerin zudem eine neue persönliche Bestleistung auf: für ihren Ritt vergab die Jury 69,511 %. Lisa Müller stellte in dieser Prüfung die Dante-Weltino OLD-Tochter Gut Wettlkam's Raffinesse vor. Am ersten Tag knapp aus der Platzierung gerutscht, belegte die deutsche Dressurreiterin im Hauptbewerb Rang drei mit 69,213%. Der österreichische Kaderreiter Peter Gmoser platzierte sich als bester Österreicher in diesem Bewerb.
Zweifachsieg für Österreich
Ulrike Prunthaller präsentierte die elfjährige Oldenburgerstute Waikiki II vom Gestüt Murtal in der Ein-Sterne-Prüfung. Bereits am Samstag überzeugte das Duo im St. Georg mit einem harmonischen Ritt und knackten beinahe die 70% Marke. Am darauffolgenden Tag knüpften die beiden nahtlos an diese Leistung an und sicherten sich damit zwei tolle Siege für Österreich. Am ersten Wettkampftag belegte die Dänin Maria Kristensen mit 68,775 % den zweiten Platz, gefolgt von der Österreicherin Kerstin Kronaus, die mit ihrem erfahrenen Fidelis RS 67,451 % erreichte. Anna-Luisa Fuchs (GER) mischte mit DSP Dimanche Royal am zweiten Tag am Podest mit und reihte sich mit 67,529% auf Silber ein.
Österreichs U25-Reiterinnen feiern Erfolge in der Nachwuchstour
Anna Schwarzlmüller-Kröpfel etablierte sich in den letzten Jahren als Aushängeschild für den österreichischen Dressurnachwuchs. Mit ihrem schicken Oldenburger Fürst Charmeur PS OLD bewies sie einmal mehr ihre Qualitäten in der U25-Tour. Zwei Siege verbucht sie auf ihr internationales Erfolgskonto – am Sonntag mit Personalbest 67,991%. Pia Stallmeister rangierte sich an beiden Tagen, auf dem AWÖ-Wallach Johann Strauss, auf Rang zwei (66,127%).
Young-Rider Siege für Österreich und die Schweiz
Fanny Jöbstl (AUT) präsentierte am Freitag den imposanten KWPN-Wallach Elastico und ging mit 70,784 % in Führung. An dieses Ergebnis kam niemand mehr heran und so galoppierte das Paar bei der Siegerehrung an erster Stelle. Beim Ausritt hat sich der lackschwarze Sohn des Johnson TN unglücklicherweise verletzt und konnte am Sonntag nicht an den Start gehen. Nach ersten Informationen ging es glimpflich aus, wir wünschen den beiden alles Gute! Im Abschlussbewerb behauptete sich die Schweizerin Sabrina Rietiker auf der dunkelbraunen Stute Faviola 3. Sie stellte mit 69,147 % eine neue persönliche Bestleistung auf. Rang zwei ging nach Polen an Fürst Fernando OLD und seine Reiterin Caroline Pawluk (68,971 %). Zwei fantastische dritte Plätze erreichte die Schülerin von Astrid Neumayr – Präsidentin der Veranstaltung: Emilia Brandstätter (AUT) erzielte mit ihrer DSP Weena 68,059 %.
Italiener dominiert bei den Junioren Der junge italienische Dressurreiter Matteo Borghesi überzeugte das Richterkollegium bereits am ersten Prüfungstag und sicherte sich mit knapp 70 % den Sieg in der Juniorenprüfung. An seiner Seite präsentierte er den 12-jährigen Wallach Incognito, einen Sohn des Desperados. Das harmonische Paar knüpfte am zweiten Tag nahtlos an diese starke Leistung an und gewann erneut mit 70,588 %. Für das beste österreichische Ergebnis sorgte Sabrina Brötzner, die mit Bernini VMT einen zweiten sowie einen sechsten Platz belegte. Die Kroatin Gita Zitkovic ritt mit Dior am ersten Tag auf Rang drei und konnte sich im Finale nochmals steigern: Mit 66,373 % verbesserte sie sich auf den zweiten Platz. Bronze ging in die Schweiz, an Amelie-Charlene Finkeldei mit ihrem Sportpartner Fitch Unstoppable KWG.
Österreichische Pony-Power Emma Smidek gab in der Pony-Tour als einzige Österreicherin ihre Startbereitschaft bekannt. Wie es die Abstammung ihres Ponys bereits vermuten lässt, erreichte die Nachwuchsreiterin mit Glückskind WE – einem Nachkommen des Golden West – gleich zweimal Gold in dieser Prüfung (70,270%).
Nachwuchs auf Erfolgskurs Am ersten Tag gelang es der Tschechin Tereza Zeusova noch nicht, ihr Potenzial im Viereck zu zeigen. In der zweiten Prüfung war sie jedoch klar auf Erfolgskurs und sicherte sich mit dem Westfalenwallach Locke den Sieg. Das Richterkollegium belohnte ihren Ritt mit 68,310 %. Bei Katharina Viktoria Krumböck verlief es genau umgekehrt: Sie präsentierte in der Einlaufprüfung eine besonders harmonische Vorstellung, die mit 72,100 % und dem Sieg honoriert wurde. Am zweiten Tag belegte sie mit Farahnaz den zweiten Rang.
„Für ein so umfangreiches Programm, wie es an diesem Wochenende geboten wird, braucht es ein eingespieltes Team. Für unsere Funktionäre, die Schreiberinnen sowie das Anlagen- und Stallteam sind es lange und intensive Tage. Umso mehr schätze ich das große Engagement jedes Einzelnen, der sich um beste Bedingungen für unsere nationalen und internationalen Gäste bemüht – dafür ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team“, resümiert Geschäftsführer Johannes Mayrhofer.
Foto: TEAM myrtill
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