Weinbauer sorgt für beeindruckenden Schlusspunkt von Tag 2

Mit zwei österreichischen Erfolgen und spannenden Jungpferde-Finalprüfungen hat der zweite Turniertag des CDI Achleiten (CDI3*) am Samstag für zahlreiche sportliche Höhepunkte gesorgt. Bei sommerlichen Temperaturen und perfekten Bedingungen überzeugten Belinda Weinbauer im FEI Prix St. Georg sowie Lea-Elisabeth Pointinger in der FEI Intermediate II. Auch die Finalentscheidungen der fünf-, sechs- und siebenjährigen Dressurpferde boten Dressursport auf höchstem Niveau.


Den sportlichen Abschluss des Tages bildete der FEI Prix St. Georg – Preis der Saddle me Pröpper. In der mit sechs Paaren besetzten Prüfung setzte sich Belinda Weinbauer mit Diamond of Eternity GV nach einer harmonischen und nahezu fehlerfreien Vorstellung mit 72,559 Prozent durch. Lokalmatador Stefan Lehfellner belegte mit dem vielversprechenden Hengst Zulu GV Rang zwei (70,941 %), Dritter wurde der Spanier Pablo Gomez Molina mit Virtual Story YMAS (68,823 %).

„Ich bin sehr froh, hier in Achleiten auf dieser wunderschönen Anlage reiten zu dürfen. Ich finde, es war eine sehr souveräne Runde. Er hat ganz toll mitgearbeitet und war eigentlich nahezu fehlerfrei. Natürlich gibt es immer Kleinigkeiten, die man noch verbessern kann. Ich bin sehr stolz auf ihn. Wir arbeiten noch nicht sehr lange zusammen und deshalb freut mich diese positive Entwicklung ganz besonders“, freute sich Weinbauer nach ihrem Erfolg.

Auch Stefan Lehfellner zog trotz kleinerer Unstimmigkeiten ein positives Fazit: „Zulu ist ein überragendes Pferd und für mich ein absolutes Zukunftspferd. Heute war er einfach unglaublich motiviert. Wir arbeiten schon ganz bewusst in Richtung Grand Prix und er hat sein enormes Talent wieder gezeigt. Wenn man trotz kleiner Schwierigkeiten im Schritt noch über 70 Prozent reitet, dann sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Pointinger belohnt sich mit Sieg in der Intermediate II

Bereits zuvor durfte Lea-Elisabeth Pointinger über ihren ersten Sieg des Wochenendes jubeln. Nachdem die Niederösterreicherin am Freitag noch Platz zwei belegt hatte, steigerte sie sich gemeinsam mit ihrer langjährigen Partnerin Francesca de Medici nochmals und gewann die FEI Intermediate II – Preis der Firma Hentschläger Bau GmbH – mit 68,706 Prozent. Die Deutsche Yara Reichert wurde mit Special Diva 3 Zweite (63,853 %). „Ich bin super happy mit ihr. Sie hat sich ganz toll reiten lassen und wir konnten unsere Leistung von gestern auf heute noch einmal steigern. Sie ist mein Herzenspferd und wir gehen diesen Weg schon seit vielen Jahren gemeinsam. Umso schöner ist es, wenn man sich bis auf dieses Niveau gemeinsam entwickeln kann“, erklärte Pointinger.

Villazon Royal MT und Strobel drehen den Spieß um

Mit der FEI Finalaufgabe der fünfjährigen Pferde begann der zweite Turniertag. Nach Rang zwei in der Vorbereitungsprüfung setzte sich Laura Strobel (GER) diesmal mit Villazon Royal MT an die Spitze und gewann mit 82,600 Prozent (Trab 8,2, Schritt 8,0, Galopp 8,6, Durchlässigkeit 8,0, Perspektive 8,5). Vortagssiegerin Ricarda Mombach (GER) belegte mit Louboutin 8 Rang zwei (79,800 %), die Oberösterreicherin Marie-Theres Holzleitner wurde mit Jamy Dritte (77,200 %). „Ich bin heute sehr zufrieden, auch wenn Villazon zwischendurch etwas unkonzentriert war. Wir hatten aber auch sehr viele gute Momente dabei. Ich bin wirklich beeindruckt, wie er nach dieser langen Woche durchzieht. Er hat gezeigt, wie groß sein Sportlerherz ist und wie ehrgeizig er im Viereck ist“, bilanzierte Strobel.

Vergissmeinnicht und Gugler feiern Heimsieg

Für den nächsten österreichischen Erfolg sorgte Sylvia Gugler mit Vergissmeinnicht. Das Duo gewann die FEI Finalaufgabe der sechsjährigen Pferde mit 81,500 Prozent (Trab 8,0, Schritt 8,2, Galopp 8,6, Durchlässigkeit 7,9, Perspektive 8,3) und verwies Laura Strobel mit Shaya MT (79,900 %) sowie Pablo Gomez Molina mit Valentin YMAS (78,801 %) auf die Plätze. „Die Kulisse hier ist einfach unglaublich und mit richtig viel Liebe organisiert. Meine Stute hat heute ihr ganzes Herz im Viereck gelassen. Vor allem mit den fliegenden Wechseln bin ich sehr zufrieden. Gleichzeitig nehme ich aus beiden Bewerben viele wichtige Erkenntnisse mit. Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Gugler.

Exact und Vodermair bleiben auch im Finale ungeschlagen

Bei den siebenjährigen Pferden knüpfte Alexandra Vodermair (AUS) nahtlos an ihren Erfolg vom Freitag an. Gemeinsam mit ihrem Hannoveraner Exact gewann sie auch die Finalaufgabe mit 76,100 Prozent (Trab 8,5, Schritt 8,3, Galopp 7,8, Durchlässigkeit 8,0, Perspektive 8,5) vor Brina Mihevc (SLO) mit Bombiano (73,700 %). Die Richter lobten vor allem den elastischen Trab, den ausdrucksstarken Schritt sowie die vielversprechende Perspektive des siebenjährigen Hannoveraners. „Ich bin heute sogar noch zufriedener als gestern. Exact war unglaublich bei mir und hat die schwierigere Aufgabe hervorragend gemeistert. Für uns endet damit die Jungpferde-Tour, aber jetzt ist er bereit für die nächsten Aufgaben. Ich werde auf diese gemeinsame Zeit immer gerne zurückblicken“, freute sich Vodermair.

Fotos © CDI Achleiten