Lehfellner eröffnet CDI Achleiten mit Heimsieg

Mit einem Heimsieg von Lokalmatador Stefan Lehfellner ist am Freitag das zweite internationale Dressurturnier des Jahres im idyllischen Schlossparkviereck von Schloss Achleiten (23. bis 26. Juli 2026) eröffnet worden. Bei Kaiserwetter setzte sich der mehrfache Championatsreiter im Grand Prix (CDI3*) – Preis der Sparkasse Neuhofen – knapp gegen die starke deutsche Konkurrenz durch und feierte bereits seinen dritten Drei-Sterne-Erfolg in Achleiten innerhalb weniger Wochen.


17 internationale Paare gingen im Grand Prix (CDI3*) an den Start, darunter die österreichischen Championats- und Olympiareiter Stefan Lehfellner und Florian Bacher. Der Oberösterreicher setzte sich mit L‘Espoir und 69,522 Prozent hauchdünn vor Laura Strobel (GER) mit Valparaiso NRW (69,478 %) und Yara Reichert (GER) mit Springbank II VH (68,370 %) durch.

Nachdem der 43-Jährige bereits beim ersten CDI Achleiten im Juni beide Drei-Sterne-Prüfungen gewonnen hatte, blieb er auch bei seinem dritten Start auf diesem Niveau mit L‘Espoir in Achleiten ungeschlagen. „Es ist immer eine Ehre, ‚Leo‘ zu reiten. Er ist ein unglaublich positives Pferd und ich liebe es, mit ihm zu arbeiten. Von Prüfung zu Prüfung entwickeln wir uns weiter. Leider unterlaufen uns derzeit noch einzelne Fehler in den entscheidenden Lektionen, die viele Punkte kosten. Wenn wir diese abstellen können, steckt in diesem Pferd definitiv noch deutlich mehr Potenzial“, erklärte Lehfellner.

Für einen würdigen Rahmen sorgte die emotionale Siegerehrung direkt im Dressurviereck. Veranstalterin und mehrfache Olympiateilnehmerin Victoria Max-Theurer überreichte gemeinsam mit dem Sparkasse-Neuhofen-Vorstandsvorsitzenden Mag. Martin Sutter die Ehrenpreise, ehe die österreichische Bundeshymne erklang. „Vici und ich haben uns ganz bewusst für eine Siegerehrung mit Pferden entschieden. Reiter:innen und Pferd gemeinsam zu ehren, ist eine besondere Wertschätzung für die erbrachte Leistung und schafft eine einzigartige Atmosphäre“, sagte Lehfellner.
Unter den Zuschauern befand sich erneut auch die achtfache Olympiasiegerin Isabell Werth.

Reichert gewinnt FEI Intermediate A

Mit einem Sieg der Deutschen Yara Reichert ist die FEI Intermediate A zu Ende gegangen. Im Preis der Firma P3 Dach und Fassade setzte sie sich mit Force Majeure und 69,235 Prozent vor der Niederösterreicherin Lea-Elisabeth Pointinger auf Francesca de Medici (68,676 %) durch. Rang drei ging erneut an Reichert, diesmal mit Special Diva 3 (66,588 %).

Die Deutsche überzeugte mit einer harmonischen und präzisen Vorstellung auf Force Majeure. Entsprechend zufrieden zeigte sich die Deutsche nach ihrem ersten Start in Achleiten. „Ich bin unheimlich dankbar, dass ich hier sein darf. Es ist mein erstes Turnier in Achleiten und die Atmosphäre ist einfach ein Traum. Dazu kommen perfekte Bedingungen – der Boden ist top, die gesamte Anlage hervorragend“, bilanzierte die Deutsche und ergänzte: „Mit Force Majeure hatte ich eine richtig schöne Runde. Er war komplett bei mir und ich konnte alles genauso reiten, wie ich es mir vorgenommen hatte.“

Auch die Bilanz der zweitplatzierten Lea-Elisabeth Pointinger fällt äußerst positiv aus: „Ich bin mit unserer Prüfung sehr zufrieden. Nach den letzten Turnieren haben wir gezielt an einigen Punkten gearbeitet und das ist heute richtig gut gelungen. Sie war unglaublich konzentriert, die Prüfung war harmonisch und punktgenau. Jetzt wollen wir morgen noch etwas mehr Risiko gehen und die Highlights besser herausarbeiten.“

Louboutin 8 und Mombach überzeugen bei den Fünfjährigen

Im Preliminary Test der fünfjährigen Pferde setzte sich Ricarda Mombach (GER) mit Louboutin 8 eindrucksvoll an die Spitze. Das Paar gewann den Bewerb mit 86,400 Prozent (Trab 9,0, Schritt 7,8, Galopp 8,4, Durchlässigkeit 9,0, Perspektive 9,0). Rang zwei ging an Laura Strobel (GER) mit Villazon Royal MT (78,600 %), Platz drei belegte Barbara Sutter (AUT) mit Blind Date SB (78,400 %).

„Louboutin gibt einem vom ersten Moment an ein unglaublich gutes Gefühl. Gerade in dieser Kulisse zu reiten, macht besonders viel Spaß. Vor allem die Trabtour und auch der Galopp waren heute echte Highlights. Ich habe erwartet, dass er gut geht, aber dass er heute so gut sein würde, damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, zeigte sich Mombach nach ihrem Ritt begeistert und ergänzte: „Er ist unglaublich lernbereit und hat richtig Freude an der Arbeit. Genau das macht die tägliche Zusammenarbeit mit ihm so besonders.“

Shaya MT und Strobel bei den Sechsjährigen stark

Die Jungpferde-Tour wurde am ersten Turniertag nach einer kurzen Mittagspause mit dem Preliminary Test der sechsjährigen Pferde fortgesetzt. Dabei setzte sich Shaya MT vom Gestüt Vorwerk mit der Deutschen Laura Strobel an die Spitze. Das Paar gewann den Bewerb mit 81,400 Prozent (Trab 8,0, Schritt 9,0, Galopp 7,8, Durchlässigkeit 7,6, Perspektive 8,3). Mit 80,800 Prozent reihten sich Vergissmeinnicht und Sylvia Gugler (AUT) auf Rang zwei ein. Esplendido MT und Yvonne Kläne (GER) vom Gestüt Vorwerk belegten mit 80,200 Prozent den dritten Platz.

„Es war erst ihr drittes Turnier überhaupt – dafür bin ich mit ihrer Vorstellung sehr zufrieden. Bis auf einen missglückten Wechsel, der auf einem kleinen Missverständnis beruhte, hat sie sich wirklich toll präsentiert. Sie ist kein besonders mutiges, sondern eher ein introvertiertes Pferd, deshalb freut es mich umso mehr, wie gut sie sich heute auf die Atmosphäre eingelassen hat. Jetzt hoffe ich, dass sie für morgen noch genügend Kraft hat und wir noch einmal an diese Leistung anknüpfen oder sie vielleicht sogar ein Stück steigern können“, sagte Laura Strobel.

Exact und Vodermaier mit Personal Best bei den Siebenjährigen

Im Preliminary Test der siebenjährigen Pferde setzte sich Alexandra Vodermaier (AUS) mit ihrem Hannoveraner Exact an die Spitze. Das Paar gewann den Bewerb mit 75,686 Prozent (Trab 8,7, Schritt 7,7, Galopp 8,5, Durchlässigkeit 8,0, Perspektive 8,5) und stellte dabei zugleich eine persönliche Bestleistung auf. Rang zwei ging an Brina Mihevc (SLO) mit Bombiano (71,925 %).

Vodermaier zeigte sich nach ihrem Ritt entsprechend glücklich: „Das war vom Gefühl her eine meiner besten Runden auf diesem Niveau. Für einen Siebenjährigen ist dieses Level noch eine große Herausforderung, aber Exact hat sich heute unglaublich selbstbewusst präsentiert. Vor allem unsere Trabtour hat sich hervorragend angefühlt, und auch im Galopp hat er mir viel Sicherheit gegeben. Dass wir hier mit einer persönlichen Bestleistung gewinnen konnten, macht mich unglaublich stolz.“

Fotos © CDI Achleiten