Österreich verteidigt Rang zehn
Für Österreich waren am Samstag auch Alexander Bösch, Erwin Gillinger und Wolfgang Binder im Marathon unterwegs. Der Vorarlberger Bösch liegt mit Daddy’s Sunshine 2, Franz Josef 19, Freestyle 3 und Levisto 3 nach zwei Teilbewerben mit 210,81 Strafpunkten auf Rang 40. Erst am letzten Hindernis musste er einen Rückschlag hinnehmen. „Wir sind sehr gut reingekommen, ich hatte ein super Gefühl und auch die Hindernisse haben wir richtig gut absolviert. Bis zum letzten Hindernis war es wirklich ein super Marathon. Dort hat es dann leider nicht funktioniert und mich der Fehler inklusive der Zeit rund 30 Punkte gekostet. Das ärgert mich natürlich, weil sonst im Gesamtresultat eine richtig gute Platzierung möglich gewesen wäre. Aber so ist der Sport“, erklärte Bösch. „Trotzdem war die Atmosphäre unglaublich. Gerade bei den Wasserhindernissen waren so viele Leute, die uns richtig angefeuert haben. Das war ein unglaubliches Gefühl und hat richtig Spaß gemacht.“
Unmittelbar dahinter liegt Erwin Gillinger. Der Oberösterreicher hält mit seinem Gespann (Eros, Fernandez, Harry, Magistraal) bei 210,94 Strafpunkten und Rang 41. Auch für ihn stellte vor allem die außergewöhnliche Atmosphäre eine besondere Herausforderung dar. „Normalerweise hat man bis zum ersten Hindernis eine Strecke zu bewältigen, das ist hier anders. Und die Zuschauer haben die Pferde natürlich zusätzlich aufgeheizt. Ab dem dritten Hindernis waren sie dann mehr bei mir. Die Anforderungen an den Kopf, auch für die Pferde, sind irre. Aber eines weiß ich: Ich will wieder her“, sagte Gillinger.
Wolfgang Binder absolvierte den Marathon mit Havelland TSF, Itzenplitz TSF, Mistery und Reinzauber TSF und liegt mit 237,09 Strafpunkten auf Rang 48. Der 71-jährige Steirer zeigte sich vor allem mit der Leistung seiner Pferde zufrieden: „Ich bin es gewohnt, dass meine Pferde Kondition haben, aber es sind hier so viele Leute, dass es schwierig war, zu den Hindernissen hin und auch wieder herauszukommen. Der Marathon war anspruchsvoll, aber die Pferde haben das perfekt gemeistert“, so Binder.
In der Teamwertung zählen in jedem Teilbewerb die beiden besten österreichischen Ergebnisse. Nach der Dressur waren dies die Resultate von Bösch und Gillinger, im Marathon brachten Schneiders und Gillinger ihre Ergebnisse in die Wertung ein. Österreich hält nach zwei Teilbewerben bei 378,18 Strafpunkten und weiterhin auf Rang zehn.
Die Entscheidung bei der Vierspänner-Weltmeisterschaft fällt am Sonntag. Das abschließende Kegelfahren beginnt um 8.30 Uhr.