ALPENSPAN TOUR 2026: SPRINGSPORT AUF TOPNIVEAU

Mit fünf Etappen in vier Bundesländern startet die AlpenSpan Tour 2026 in ihre mittlerweile 39. Auflage und bleibt damit das Herzstück des nationalen Springreitens. Bereits heute fand die traditionelle Pressekonferenz auf Schloss Kammer statt.


Knapp 100.000 Euro Preisgeld, hochkarätiges Starter:innenfeld und eine starke Nachwuchsförderung machen die Serie einmal mehr zum sportlichen Fixpunkt im heimischen Turnierkalender. Der Auftakt erfolgt Anfang April am Reiterhof Stückler in Kärnten.

„Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase mit Blick auf die Weltreiterspiele in Aachen und die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028. Aachen wird im August mit seiner beeindruckenden Infrastruktur, den voll besetzten Tribünen und einer großartigen Organisation wieder ein absolutes Top-Event“, betont Elisabeth Max-Theurer, Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbands. „Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, den Pferdesport verantwortungsvoll zu präsentieren – mit dem klaren Fokus darauf, dass das Pferd unser Partner ist.“

Im Rahmen der traditionellen Pressekonferenz auf Schloss Kammer unterstreicht OEPS-Generalsekretär Franz Schiefermair die Bedeutung der Serie: „Die AlpenSpan Tour hat eine große Tradition und ist ein wesentliches Fundament für den heimischen Springsport. Viele erfolgreiche Reiter:innen sind aus ihr hervorgegangen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Nachwuchsbereich – die Tour bietet hier eine wichtige Plattform. Dank der Unterstützung unserer Sponsoren wächst die Serie kontinuierlich, ebenso wie die Zahl der Teilnehmer:innen sowie der Pferde.“

Vier Cups, eine Bühne für alle Generationen

Im Zentrum der Tour steht der AlpenSpan Grand Prix powered by Pabst Holz, der als sportliches Highlight jeder Etappe gilt. Ergänzt wird dieser durch drei weitere Serien, die gezielt unterschiedliche Alters- und Leistungsstufen ansprechen: Der Generation Z Cup 2026 sponsored by Tierkrematorium Lebring richtet sich an Reiter:innen unter 25 Jahren und bietet dem Nachwuchs eine ideale Möglichkeit, sich auf nationalem Topniveau zu messen. Für die jüngsten Talente steht der FREEJUMP Future Champions Cup (U18) auf dem Programm, während der Fixkraft Amateur Springcup als beliebte Serie für ambitionierte Amateure einen fixen Platz im Tourkalender einnimmt.

„Seit über 30 Jahren beschäftigen wir uns bei Pabst Holz mit der Weiterentwicklung unserer Produkte – heute verkaufen wir rund eine halbe Million Ballen Einstreu pro Jahr. Gleichzeitig ist der Pferdesport tief in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Die AlpenSpan Tour ist für uns ein Herzensprojekt, auf das wir sehr stolz sind“, erklärt Florian Pabst, Miteigentümer und Gesellschafter der Firma Pabst Holz.

Auch die Veranstalter blicken mit Vorfreude auf die Saison: Andreas Stoiser, Gastgeber der zweiten Etappe in Preding, betont die besondere Atmosphäre: „Uns ist wichtig, den Reiter:innen nicht nur sportlich optimale Bedingungen zu bieten, sondern auch ein Umfeld, in dem Geselligkeit und Qualität – etwa in der Gastronomie – stimmen. Unser Credo ist, wie auch bei allen anderen Etappen, ein Turnier von Reiter:innen für Reiter:innen zu machen.“

Für das große Finale am Attersee zeigt sich Peter Englbrecht überzeugt: „Der Weg bis zum Finale ist zwar noch lang – und genau das macht die Spannung aus. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, wie eng die Entscheidungen oft sind. Ein packendes Finale ist das Schönste, was man sich als Veranstalter wünschen kann. Und dafür stehen wir am Attersee.“

Titelverteidigerin Lena Binder nimmt nächsten Anlauf

Mit Lena Binder geht die Gesamtsiegerin des Vorjahres erneut als eine der großen Favoritinnen in die Saison. Die erst fünfte weibliche Gesamtsiegerin in der jahrzehntelangen Geschichte der AlpenSpan Tour überzeugte 2025 mit Konstanz und Nervenstärke bis zum Schluss – und schreibt damit auch ein Stück Familiengeschichte fort: Ihr Vater Anton Martin Bauer hat die Serie in den Jahren 1998, 2002 und 2005 gewonnen.

„Ich habe mich unglaublich über den Gesamtsieg gefreut – es war bis zuletzt extrem spannend. Umso schöner, dass mein Pferd so für mich gekämpft hat. Heuer möchte ich wieder möglichst viele Etappen reiten, gleichzeitig aber auch meine jungen Pferde weiter ausbilden und internationale Erfahrungen sammeln“, sagt Binder.

Mit Blick auf ihre sportlichen Ziele denkt die Wienerin bereits weiter: „Einer meiner größten Träume ist es, Österreich bei Olympischen Spielen vertreten zu dürfen. Dafür braucht es ein starkes Pferd, gutes Management und vor allem Geduld. Man kann viel planen, aber im Reitsport spielen so viele Faktoren eine Rolle – deshalb heißt es: dranbleiben, hart arbeiten und optimistisch bleiben.“

Auch im Nachwuchsbereich rückt mit Livia Schranz ein vielversprechendes Talent in den Fokus der Tour. Die 12-jährige Niederösterreicherin will 2026 bei allen Etappen an den Start gehen und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. „Ich bin sehr dankbar für meine Pferde, dass ich sie reiten darf und sie das mit mir machen. Ich fühle mich sehr wohl im Sattel und versuche immer, mein Bestes zu geben. Mein Ziel ist es, möglichst viele Nullrunden zu reiten und mich konstant zu steigern“, so Schranz, die sich schon auf ihre Heimetappe in Lassee freut.

Die Etappen der AlpenSpan Tour 2026 im Überblick
Die Reise durch Österreichs Springsport-Hotspots beginnt Anfang April in Kärnten und führt über die Steiermark und Niederösterreich bis zum traditionellen Finale am Attersee:

• 02.–05.04.2026: St. Margarethen-Stückler (K) – 1. Etappe
• 30.04.–03.05.2026: Preding (ST) – 2. Etappe
• 22.–25.05.2026: Lassee (NÖ) – 3. Etappe
• 25.–28.06.2026: Ebreichsdorf COMER City (NÖ) – 4. Etappe
• 30.07.–02.08.2026: Kammer-Schörfling (OÖ) – Finale

Mit bewährten Standorten, wachsender Beteiligung und einem klaren Fokus auf sportliche Qualität sowie Nachwuchsförderung verspricht die AlpenSpan Tour 2026 einmal mehr Springsport auf höchstem nationalem Niveau.

©OEPS/Andreas Maringer