Wernitznig setzt glanzvollen Schlusspunkt in Achleiten

Mit einer hochklassigen Vorstellung im FEI Grand Prix Special (CDI4*) endete am Sonntag das internationale Dressurturnier in Achleiten. Im idyllischen Schlossparkviereck sorgten die Reiter:innen trotz wechselhafter Bedingungen mit Sonne und Regen für erstklassigen Sport. Den würdigen Schlusspunkt eines erfolgreichen Turnierwochenendes setzte dabei Lisa Wernitznig mit Superb 2.


Die gebürtige Kärntnerin gewann den letzten Bewerb des Wochenendes mit 71,107 Prozent vor Felicita Simoncic auf Four Legends (70,405 Prozent) und Florian Bacher mit Da Vinci (70,149 Prozent). Bewertet von einem hochkarätig besetzten internationalen Richterkollegium setzte sich die 31-Jährige am Ende nach einer überzeugenden Darbietung durch und bestätigte damit die positive Entwicklung ihrer noch jungen Partnerschaft mit Superb 2.

„Ich bin sehr glücklich. Es wird immer besser und wir kennen uns ja noch nicht so lange. Es war erst unser zweites internationales Turnier und unser zweiter Grand Prix Special“, erklärte Wernitznig im Rahmen der Siegerehrung vor der Statue des legendären Augustin. Zwar sind dem Duo noch einige kleine Fehler passiert, insgesamt war die Siegerin mit der Vorstellung aber sehr zufrieden. Besonders stolz zeigte sich die Reiterin darauf, wie frisch und motiviert sich ihre Stute nach einer langen Turnierwoche präsentierte. „Wir sind bereits Mitte der Woche angereist und haben einige intensive Tage hinter uns. Dass sie am letzten Tag noch so viel Energie hatte und sich so schön präsentiert hat, darauf bin ich besonders stolz. Es fühlt sich gerade richtig gut an und es passt zwischen uns zwei Mädls richtig gut.“

Für die kommenden Aufgaben nimmt die 31-Jährige zahlreiche Erkenntnisse mit nach Hause. Vor allem in den Details sieht sie noch Potenzial. „Jetzt werden wir verstärkt an den Übergängen, am starken Trab sowie am Einreiten und Halten arbeiten. Es sind oft Kleinigkeiten, die sich in einer Prüfung summieren können.“

Dass die Zusammenarbeit mit Superb 2 bereits nach kurzer Zeit so harmonisch wirkt, führt die Bereiterin von Isabell Werth auf ihre Erfahrung mit unterschiedlichen Pferden zurück. „Jedes Pferd ist anders und man muss lernen, auf den jeweiligen Charakter einzugehen. Ich glaube, genau das hat uns geholfen, so schnell zusammenzufinden.“ Mit Blick auf die Zukunft bleibt die Siegerin bewusst ruhig: „Jetzt konzentrieren wir uns auf Hagen und gehen Schritt für Schritt weiter. Unser Ziel ist es, noch viele schöne internationale Turniere für Österreich zu bestreiten.“

Mit ihrem Sieg im Grand Prix Special setzte Wernitznig den sportlichen Höhepunkt eines erfolgreichen CDI4* in Achleiten und sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss vor der eindrucksvollen Kulisse des Schlossparks.

Starke Leistung wird mit Sieg belohnt

Nach ihrem Sieg am Vortag setzte sich Nele Cordt auch am Sonntag im FEI Children Team durch. Die 13-jährige Wienerin gewann mit Fauntleroy und starken 78,450 Prozent vor Katharina Viktoria Krumböck (73,150) und Laura Blagusz (70,775). „Wir hatten ein paar kleine Themen, aber wir haben das beide sehr gut gemeistert. Ich bin sehr stolz auf ihn“, sagte Cordt nach ihrem Ritt. Als wichtige Erkenntnis nimmt sie die Erfahrungen auf dem anspruchsvollen Turnierplatz mit: „Ich nehme mit, dass er auch auf für uns schwierigen Plätzen brav bleibt und sich gut auf mich verlässt.“ Das Erfolgsgeheimnis des Duos sieht die Nachwuchsreiterin im gegenseitigen Vertrauen: „Man bildet mit dem Pferd ein Team und arbeitet nicht gegeneinander.“

Brötzner gelingt Junioren-Doppelschlag in Achleiten

Sabrina Brötzner durfte sich am Sonntagvormittag über ihren zweiten Sieg an diesem Wochenende freuen. Die Salzburgerin setzte sich im FEI Junior Individual mit Bernini VMT, einem Pferd im Besitz der mehrfachen Olympiateilnehmerin Victoria Max-Theurer, mit 68,588 Prozent knapp vor Alessia Weyler (68,471) und Anna Bruckberger (68,000) durch. „Ich hatte einen kleinen Fehler, aber insgesamt war er heute wirklich gut drauf“, sagte Brötzner nach ihrem Ritt. Besonders im Trab und Schritt hatte sich ihr Sportpartner stark präsentiert. Trotz etwas Nervosität nach dem Vortagessieg zeigte sich die Juniorenreiterin sehr zufrieden. Als wichtigste Erkenntnis nimmt sie die Bedeutung von Auswärtstrainings mit: „Mein Pferd lernt dabei viel und ich kann besser damit umgehen, wenn er auf dem Viereck einmal etwas nervöser ist.“

Jöbstl krönt gelungenes Young-Rider-Wochenende mit Sieg

Wie schon am Vortag sicherten sich Fanny Jöbstl und Elastico den Sieg im FEI Young Rider Individual. Mit 69,353 Prozent verwies sie Katharina Zajic auf Fidelio (68,764) und die Deutsche Maria Teresa Pohl auf Diatron FRH (68,706) auf die Plätze. „Heute bin ich viel zufriedener als gestern. Ich konnte mich besser konzentrieren und dadurch schneller reagieren. Wir haben viel besser zusammengearbeitet und uns gemeinsam verbessert. Die Bedingungen hier sind immer perfekt, ich komme immer wieder gerne nach Achleiten“, erklärte Jöbstl. Auch die zweitplatzierte Zajic zog eine positive Bilanz: „Von Turnier zu Turnier wird mein Gefühl besser. Jetzt gilt es vor allem noch an der Galopp- und Schrittarbeit zu feilen.“

Konstante Leistung im Grand Prix (16-25)

Valentina Friedl erreichte im FEI Grand Prix (16-25) mit Korefan 69,658 Prozent. Das Duo war am Sonntag das einzige Paar am Start. „Mit der Leistung bin ich sehr glücklich. Korefan zeigt immer großen Einsatz und präsentiert sich auf einem sehr konstanten Niveau. Im Hinblick auf die bevorstehende Europameisterschaft werden wir jetzt noch an ein paar Stellschrauben drehen und uns gezielt darauf vorbereiten“, sagte Friedl nach der Prüfung.

Fotos: © CDI Achleiten