Koller bleibt fehlerfrei: Österreich kämpft um die Top-10

Felix Koller und Cossinelle eröffneten die Springreiter-WM in Aachen ohne Abwurf und liegen als bestes österreichisches Paar auf Rang 24. Katharina Rhomberg und Colestus Cambridge belegen nach zwei Fehlern Platz 65. Österreich startet als 18. in die nächste Runde des Teambewerbs – der Rückstand auf die Top-10 beträgt 3,88 Punkte.


Felix Koller behielt im Zeitspringen vor der großen Kulisse von Aachen die Nerven. Der Oberösterreicher brachte seine 13-jährige Stute Cossinelle ohne Abwurf ins Ziel. Nach der Umrechnung der Zeit in Fehlerpunkte hält das Paar bei 2,04 Punkten und liegt auf Rang 24.

„Es ist überragend, bei so einer Kulisse fehlerfrei zu bleiben. Mit meiner eigenen Leistung bin ich aber nicht super zufrieden. Normalerweise bin ich perfektionistisch und reite die Linien auf den Punkt. Heute gab es ein paar Patzer von meiner Seite. Mein Pferd hat sich für mich aufgeopfert – ich bin ultrastolz auf sie“, sagte Koller im Interview mit EQWO.net.

Im ersten WM-Bewerb wurden die gerittenen Zeiten in Fehlerpunkte umgerechnet. Der zeitliche Rückstand auf die Bestzeit wird dabei halbiert. Deshalb werden für Kollers abwurffreie Runde 2,04 Punkte ausgewiesen.

Rhomberg mit zwei frühen Fehlern

Katharina Rhomberg und Colestus Cambridge kassierten zwei Abwürfe. Durch ihre schnelle Zeit kamen sie auf 4,74 Punkte und Rang 65.
„Ich wäre lieber null geritten, ganz klar. Wir haben, untypisch für mein Pferd, früh einen Fehler bekommen. Vielleicht war die Konzentration nicht ganz da. Dann habe ich probiert, noch einen Ticken schneller zu reiten, und leider ist noch ein Fehler passiert. Wenn man unter vier Sekunden Rückstand bleibt, entspricht das nur einem Abwurf. Der Boden war sehr gut zu reiten und hat sich gut angefühlt“, erklärte die Vorarlbergerin gegenüber EQWO.net.

Max Kühner und EIC Cooley Jump the Q rangieren mit 5,36 Punkten auf Platz 75. Bianca Babanitz und I Will Be Famous schieden aus. Ihr umgerechnetes Resultat von 39,69 Punkten bildet das Streichergebnis.

Nur 3,88 Punkte fehlen auf Rang zehn

Für die Teamwertung zählen die drei besten österreichischen Resultate. Koller, Rhomberg und Kühner bringen Österreich auf insgesamt 12,14 Punkte und Zwischenrang 18. Saudi-Arabien hält als Zehnter bei 8,26 Punkten. Damit fehlen Rot-Weiß-Rot vor der nächsten Runde 3,88 Punkte auf einen Finalplatz.

Koller richtet den Blick bereits auf den Teambewerb: „Kathi und Max hatten unglückliche Fehler. Das waren alles sehr saubere Runden. Jeder weiß, wie schnell es in unserem Sport geht. Wir sind jetzt sehr auf die Mannschaftsprüfung fokussiert. Der erste Tag ist definitiv der leichteste. Da müssen wir noch mehr geben als heute.“

Für die weiteren Aufgaben sieht er seine Stute gut gerüstet: „Cossinelle ist mit 13 Jahren sehr erfahren. Von der Kraft und Erfahrung her sollten wir kein Problem haben. Sie ist eine kleine Zicke, die gerne den ganzen Tag frisst. Im Parcours ist sie aber immer hoch motiviert.“

Am Donnerstag beginnt die nächste Runde des Teambewerbs um 9 Uhr. Die besten zehn Mannschaften qualifizieren sich für das Finale am Freitag ab 18.50 Uhr.

Österreich nach dem Zeitspringen

24. Felix Koller (OÖ) Cossinelle – 2,04 Punkte
65. Katharina Rhomberg (V) Colestus Cambridge – 4,74
75. Max Kühner (T) EIC Cooley Jump the Q – 5,36
132. Bianca Babanitz (B) I Will Be Famous – ausgeschieden, 39,69
Team: 18. Österreich – 12,14 Punkte
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