Schritt für Schritt zurück zu den großen Championaten
Hinter diesem Erfolg steht eine Entwicklung, die Ende 2016 begonnen hat. Gemeinsam mit Bundestrainer Andreas Ostholt und Team-Tierarzt Matthias Baumann, der 1988 selbst einen Olympiasieg in der Vielseitigkeit feierte, baute Tesch Strukturen auf, die zum Ziel haben internationale Championate mit vollständigen Teams zu beschicken. Die Basis bilden dabei nachvollziehbare Qualitätskriterien, die jedes Teammitglied im jeweiligen Qualifikationszeitraum erfüllt hat.
„Wir haben damals begonnen, eine klare Struktur aufzubauen. Unser Ziel war es, Österreich bei Championaten nicht nur mit Einzel-Reiter:innen, sondern mit mehreren Paaren und im Idealfall mit einem kompletten Team zu vertreten. Dass wir jetzt mit vier Paaren nach Aachen fahren können, ist eine Bestätigung dieser Arbeit“, erklärt der Equipechef.
Die Ergebnisse der vergangenen Jahre geben diesem Weg recht. Österreich war bei den Olympischen Spielen in Tokio und Paris mit jeweils zwei Reiter-Pferd-Paaren in der Vielseitigkeit vertreten. Lea Siegl belegte 2021 in Tokio den sensationellen 15. Platz. Bei der Europameisterschaft 2025 in Blenheim gelang ihr mit Rang fünf das beste österreichische Einzelergebnis bei einem Championat. Gemeinsam mit Harald Ambros und Katrin Khoddam-Hazrati führte sie Österreich außerdem auf den fünften Platz in der Teamwertung, was ihnen und Robert Mandl zuletzt auch 2021 bei der EM in Anvenches (SUI) gelungen war.
In Aachen folgt nun der nächste Schritt. Der traditionsreiche Austragungsort leuchtet im Pferdesport mit ähnlich altehrwürdig-glanzvoller Aura wie Wimbledon im Tennissport. Über Jahrzehnte ist dort eine Anlage gewachsen, die regelmäßig die besten Reiter:innen und Pferde der Welt zusammenführt.