Ein Schimmel zwischen Füchsen: Schneiders baut sein WM-Gespann um
Daniel Schneiders wollte bei der Vierspänner-WM in Aachen um die Top fünf mitfahren. Dann verletzte sich mit Inebie eines seiner wichtigsten Pferde. Nun übernimmt der kleinere Schimmel Duende einen Platz zwischen drei Füchsen. Die Optik hat sich verändert, das Vertrauen ist zurück: Am Mittwoch beginnt für den oberösterreichischen WM-Fahrer und sein neu formiertes Gespann mit der Horse Inspection das Abenteuer Aachen.
Ein Schimmel lässt sich nicht rot anmalen. Und zehn Zentimeter größer zaubern kann man ihn auch nicht. Daniel Schneiders muss lachen, wenn er über Duende spricht. Für die Richter:innen wird sofort sichtbar sein, dass der kleinere Spanier nicht in die Reihe der vier nahezu gleich aussehenden Füchse gehört. Doch seit einigen Tagen sieht Schneiders etwas anderes: ein entspanntes Gespann, fünf Pferde, die einander vertrauen, und jene „Grundleichtigkeit“, die kurz nach dem Ausfall von Inebie verschwunden war.
„Die Pferde sind eigentlich so gut drauf wie noch nie“, sagt Schneiders. „Dann fällt Inebie aus. Das hat zunächst das ganze Team runtergezogen. Wir waren traurig und haben sogar kurz überlegt, ob wir absagen. Irgendwann haben wir uns aufgerafft und gesagt: Dann machen wir mit den fünf Pferden, die wir noch haben, das Beste daraus.“