„Schöner kann sich so ein Kreis eigentlich gar nicht schließen“
Jetzt geht es zur Weltmeisterschaft nach Aachen. Was bedeutet dir diese Nominierung?
Koller: Unheimlich viel. Aachen ist für jeden Springreiter ein Traum. Jeder kennt diesen Ort.
Dort steht auch wieder dein väterlicher Freund Roland Englbrecht an deiner Seite. Da schließt sich ein Kreis, oder?
Koller: Ja, das ist wirklich etwas Besonderes. Roland hat mir das Reiten beigebracht. Er ist für mich weit mehr als nur ein Trainer. Roland ist quasi mein Stiefvater, weil er mit meiner Mutter zehn Jahre zusammen war, und seit dieser Zeit sind wir unzertrennlich. Vor genau zwanzig Jahren war er selbst bei den Weltreiterspielen in Aachen am Start. Jetzt darf ich dort für Österreich reiten und Roland begleitet mich wieder als Trainer. Schöner kann sich so ein Kreis eigentlich gar nicht schließen.
Wie siehst du das österreichische Team?
Koller: Sehr positiv. Wir haben in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung gemacht. Katharina Rhomberg scheint im Moment unschlagbar, strahlt mentale Stärke aus, Max Kühner bringt sowieso enorme Erfahrung mit und insgesamt wächst das Team immer mehr zusammen. Ich freue mich riesig, wieder Teil dieser Mannschaft zu sein.
Wie bereitest du dich jetzt auf Aachen vor?
Koller: Ganz bewusst ruhig. Cossinelle ist fit, wir hatten zuletzt noch ein kleines Vorbereitungsturnier in den Niederlanden und machen jetzt noch ein Wiesentraining bei Olympiasieger und Ex-Weltmeister Jos Lansink in Belgien. Jetzt geht es vor allem darum, dass sie gesund bleibt und ihre Freude am Springen behält.
Was wäre für dich eine erfolgreiche Weltmeisterschaft?
Koller: Wenn wir das zeigen können, was wir in den vergangenen Monaten aufgebaut haben. Ich weiß, wie lang der Weg bis hierher war. Deshalb genieße ich jetzt jeden Moment.