24 Jahre an der Spitze des Pferdesports
Mindestens ebenso prägend ist Max-Theurers zweite große Funktionärskarriere. 24 Jahre lang, von 2002 bis 2026, führte sie den Österreichischen Pferdesportverband. Dazu kommen internationale Aufgaben in der FEI und der European Equestrian Federation, ihre Tätigkeit als FEI-5*-Richterin sowie ihr Engagement als Züchterin und Veranstalterin internationaler Dressurturniere auf Schloss Achleiten und im Gestüt Vorwerk.
Der rote Faden blieb dabei derselbe wie zu ihrer Zeit im Sattel: das Pferd. „Die Faszination des Pferdesports liegt in der Partnerschaft zu einem Lebewesen, für das wir in hohem Maße Verantwortung tragen“, beschreibt Max-Theurer ihre Haltung. Moderne sportliche Entwicklung und klassische Ausbildung sind für sie keine Gegensätze. Wohl aber gibt es eine klare Grenze: Den Preis für Entwicklung dürfen nicht die Pferde zahlen.
Diese Haltung wird auch international wahrgenommen. FEI-Präsident und IOC-Mitglied Ingmar De Vos würdigt Max-Theurers Einfluss weit über Österreich hinaus: „Als Olympiasiegerin, internationale Richterin, Züchterin und Funktionärin, hat Sissy mit ihrem Wissen, ihrer Integrität und ihrem Engagement für das Wohl des Pferdes über Jahrzehnte den internationalen Pferdesport mitgeprägt.“